Die Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern ist umgezogen!

(Oertzen-Blätter, Mai 2005)

Die Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern, das Informationszentrum für und über das Land ist im Oktober 2004 vom Kreuzgang am Schweriner Dom in einen teilweisen Neubau in der Johannes-Stelling-Straße 29, Postfach 11 10 13, 19010 (korrekte PLZ: 19053, Anm. Landesbibliothek) Schwerin umgezogen. Tel.: 0385-558440, Fax: 0385-5584424, e-mail: lb@lbmv.de

Der 6,9 Millionen teure Bibliothekskomplex besteht aus einem aufwändig saniertem historischen Offizierswohnhaus und einem puristischen Anbau aus Beton, Glas und Stahl.

Die Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern wurde 1779 als Herzogliche Regierungsbibliothek gegründet und gilt heute als das "kulturelle Gedächtnis des Landes". Den Grundstock bildeten die rund 16.000 Bände der Privatbibliothek des verschuldeten Reichshofrates Baron von Ditmar.

1793 wurde die Bibliothek in einem Anbau des damaligen Regierungsgebäudes aufgestellt, 1886 zog sie in die Räume des Kreuzganges am Schweriner Dom um. Zum heutigen Bestand gehören rund 630.000 Bücher, darunter 136.000 Bände, die vor 1900 erschienen sind. Dazu zählen mittelalterliche Handschriften wie ein Fragment des "Rolandliedes" des Pfaffen Konrad aus dem 12. Jahrhundert, die Reimchronik des Nicolaus Marschalk sowie Inkunabeln wie eine 1483 in Nürnberg gedruckte Bibel. Weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt ist die Schweriner Musikaliensammlung mit rund 70.000 handgeschriebenen und gedruckten Noten aus den vergangenen fünf Jahrhunderten.

Sämtliche vorhandenen Medien (Noten bisher nur teilweise) sind im Online-Katalog (über www.lbmv.de) unter Personennamen (Name, Vorname), Titel, Sachgebieten, Schlagwörtern u.a. zu finden und können über das Online-Bestellsystem auch am PC von zu Hause aus bestellt werden.
(O.)