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Philologe, Herausgeber, Bibliothekar
Erwerbung: Zusammenstellung aus den Schweriner Bibliotheksakten seiner Wirkungszeit durch Dr. Gerhard Müller 1952-1975
Benutzung: Im Bereich Rara/Musik der
Landesbibliothek
Johannes-Stelling-Str. 29, 19053 Schwerin
Neubau - Obergeschoss
Umfang: 36 Mappen
Zur Biographie:
Carl Schröder, Sohn eines Pädagogen, studierte in Jena Jura sowie in München Germanistik und Romanistik. 1864 promovierte er an der Universität Rostock und war danach Instrukteur (Lehrer) der mecklenburgischen Prinzen Friedrich Franz und Paul, Reisebegleiter des Erbgroßherzogs Friedrich Franz (III.) u. a. nach Frankreich, Italien, Nordfrankreich, Palästina und Syrien. Lexikonredakteur beim Verlag Otto Spamer in Leipzig. 1885 berief ihn Großherzog Friedrich Franz III. zum Direktor der Großherzoglichen Regierungsbibliothek in Schwerin. Er erweiterte die Bestände wesentlich und erwarb sich in seiner Amtszeit bis 1914 große Verdienste um das Ansehen der Regierungsbibliothek, aus der die Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern hervorging. Er entfaltete eine rege publizistische Tätigkeit zur Landes- und Literaturgeschichte Mecklenburgs, darunter die Darstellung „Mecklenburg und die Mecklenburger in der schönen Literatur“ (1909).
Der Nachlass:
Zum Nachlass Schröders gehören biographische Materialien, Vorarbeiten zu seiner Publizistik, Reiseberichte sowie Briefe, darunter von Großherzog Friedrich Franz. III. Der Nachlass wurde 2009 neu geordnet und im System Kallíope, dem offenen Verbundinformationssystem für Nachlässe und Autographen in deutschen Archiven, Bibliotheken und Museen, erfasst.
Bibliographie:
Wolfgang Golther: C. Sch., Jahrbuch des Vereins für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band LXXXI, Schwerin 1917
Bernd Schattinger: Wie Phönix aus der Asche, Schweriner Volkszeitung, Mecklenburg-Magazin, 26. 10. 1990
Grete Grewolls: Kenntnisreicher Gelehrter und liebenswürdiger Mensch, Schweriner Volkszeitung, Mecklenburg-Magazin, 20. 8. 2004
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