Nachlass 
Hans Franck

Signatur: NL 08
Hans Franck
g
eb. 1879 (30. Juli) in Wittenburg
gest. 1964 (11. April) in Schwerin

Schriftsteller

Erwerbung:  Dauerleihgabe der Landeshauptstadt Schwerin, seit 1995 in der
                     Landesbibliothek M-V

Benutzung: Im Bereich Rara/Musik der Landesbibliothek
                   Johannes-Stelling-Str. 29, 19053 Schwerin
                   Neubau, Obergeschoss
                  

Umfang: 408 Archivgutbehälter

Zur Biographie:  
Der Sohn eines Dachdeckermeisters besuchte 1895 bis 1901 das Großherzogliche Lehrerseminar in Neukloster, war zehn Jahre Lehrer in Hamburg, 1914 bis 1920 Dramaturg am Schauspielhaus Düsseldorf, Leiter der dem Theater angeschlossenen „Theater-Akademie“/„Bildungsanstalt für Bühnenkunst“ und Herausgeber der dortigen Theaterzeitschrift „Masken“. 1921 bis 1964 lebte Hans Franck als freier Schriftsteller auf dem Frankenhorst am Schweriner Ziegelsee. Zu den erfolgreichsten Werken seines vielseitigen und umfangreichen Schaffens gehören das Drama „Godiva“ (1920), die Novellen „Die Südseeinsel“ (1923) und „Die Pilgerfahrt nach Lübeck“ (1935) sowie die biographischen Romane „Annette“ (1937), „Marianne“ (1953) und „Johann Sebastian Bach“ (1960).

Der Nachlass:
Der Nachlass in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern umfasst Manu- und Typoskripte aller Werke in unterschiedlichem Reifegrad, mehr als 20 000 Briefe von ihm und an ihn mit etwa 1800 Korrespondenzpartnern (darunter Stefan Zweig, Georg Lukács, Julius Bab, Ernst Lissauer, Max Tau, Ehm Welk), Noten vertonter Gedichte sowie Materialien über Hans Franck. Der Nachlass wurde 2003 bis 2006 unter Kallíope, dem offenen Verbundinformationssystem für Autographen und Nachlässe in Deutschland, ins Internet gestellt.

Literatur:
Hans Franck. Bibliographie. Bearbeitet von Heidemarie Sobotha. Schwerin (Stadtarchiv) 1969
Katrin Sobotha: Hans Franck. Der Schweriner Nachlass. Schwerin (Kulturamt der Landeshaupstadt) 1996
Reinhard Rösler: Der „Weltfremde auf Frankenhorst“. In: Reinhard Rösler: Autoren, Debatten, Institutionen. Hamburg (Bockel-Verlag) 2003
Leben ist Liebe. Briefe von und an Hans Franck. Herausgegeben von Werner Stockfisch. Rostock (Hinstorff. Edition Konrad Reich) 2006
Werner Stockfisch: Das Prinzip Synthese. In der Schweriner Landesbibliothek liegen 20.000 Briefe von und an Hans Franck. In: Stier & Greif. Jahrgang 16, Schwerin 2006